Der Marinekanal Glowe

Eine Historie über militärischen Größenwahn zwischen 1848 und 1953

Die zwei oberen Abbildungen zeigen eine idyllische Küstenlandschaft, als hätte die Natur alles selbst gestaltet, doch der Schein trügt. Bei aufmerksamer Betrachtung lassen sich noch sichtbare Relikte vom Kanalbau der Jahre 1937-1945 und 1950-1953 entdecken. Davon zeugen heute noch die entlang des Wanderwegs nach Glowe-Weddeort vorhandenen Kanalrestlöcher. Auch der einst zwischen 1937 und 1940 begonnene Bau des Eisenbahndamms, verlaufend zwischen Spyker- und Mittelsee - heute Bestandteil des Rügener Radwandersystems, sind noch deutlich wahrzunehmen.

 

Diese und andere stummen Zeitzeugen der Geschichte geben immer noch Auskunft über die Periode des begonnenen Kanaldurchstichs und in diesem Zusammenhang auch über die zum Glück unvollendet gebliebenen Landschaftseingriffe im Umfeld des ehemaligen Fischerdorfes Glowe, samt seiner Umliegerorte Ruschvitz, Balderek, Spyker, Bobbin und Polchow.

 

In zwei relativ kurz hintereinander folgenden Geschichtszeiträumen (vor und nach dem 2. Weltkrieg), einhergehend mit der Sanktionierung ihrer jeweilig machtausübenden Staats- und Militärführungen, wurde mit unvorvorstellbar hohem Aufwand der Versuch unternommen, auf der Insel Rügen, im Großen Jasmunder Bodden, den Bau einer riesigen Marinebasis für den Ostseeraum zu installieren.

 

Die zweimal in Folge vorangetriebenen Erd -und Bauarbeiten am Tor zur Halbinsel Wittow veränderten in den bereits genannten Jasmunder Küsten - bzw. küstennahen Orten gleich zweimal in Folge die bis dahin unberührte Natur an reichlich vorhandener Flora und Fauna. Mehr noch, auch der dichte Waldgürtel der Schaabe-Nehrung im Tromper Wiek wäre durch diese Eingriffe stark in Mitleidenschaft gezogen worden und demzufolge unwiederbringlich verloren gegangen.

 

Glowe besitzt aber nicht nur diesbezüglich ein geschichtsträchtiges Umfeld. Jener Landschaftsteil der Halbinsel Jasmund war einstmals durch eine lange Siedlungsperiode slawischer Stammesfamilien geprägt. Tausende Ausgrabungsfundstücke belegen die lange Siedlungsgeschichte zwischen dem sogenannten Kap Königshörn in Glowe bis hin zur Stubnitz im Jasmunder Nationalpark.

Die Geschichts-Seiten werden je nach Erkenntnislage aktualisiert!

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